Das Dorf – Die Jubla Stüsslingen im Lagerfieber

 

Am 28.09.19 machte sich die Jubla-Minischar Stüsslingen-Rohr auf den Weg nach Selva bei Sedrun, dem scheinbar perfekten Dorf in dem es einem vorkommt als gäbe es keine Probleme. Doch schon sind wir mit den Dorfbewohnenr unterwegs steigen wir in den falschen Zug und landen in Andermatt. Halb so schlimm, dann gibt es eben einen Fussmarsch nach Rueras, glücklicherweise haben ja alle ihre Wanderschuhe montiert. Da wartet aber schon ein weiteres Problem; Auf dem Oberalppass streiten sich Sekretärin und Gemeindspräsidentin und können sich nicht auf die Route einigen. So trennen sich die Wege der grossen Gruppe, welche eine wunderschöne zweitägige Wanderung inklusive SAC-Hütte unternehmen und der kleinen und mittleren Gruppe, welche den kürzeren Weg zum Lagerhaus nimmt und den Abend gemütlich mit ein wenig Wellness abschliesst.

 

Am nächsten Mittag kehren auch die Bestreiter der grösseren Wanderung zurück und alle werden herzlich im ach so tollen Dorf willkommen geheissen. Doch nicht lange dauert es und die erste erschreckende Nachricht wird kundgegeben. Die goldene Henne, der Schatz des Dorfes wurde gestohlen! Glücklicherweise konnten die Teilnehmer diese am Abend wieder finden und der Tag war gerettet, fast jedenfalls. Denn der Bestatter, Don Simon hatte eine traurige Nachricht zu verkünden: Beatrice Leistift, die Sekretärin ist auf der Wanderung einen traurigen Tod gestorben. Auch am nächsten morgen lag ein Problem vor, der Dorfladen, geführt von Mirco Gross, liegt kurz vor dem Konkurs und braucht die Hilfe der TN’s um ihn wider auf seine Beine zu stellen. Der Abend, verbracht mit Sternkunde und philosophischen Denkanstössen ist eher entspannend. Aber am Ende des Tages gibt es auch hier eine schockierende Nachricht. Mirco Gross, der Dorflädelibesitzer verleidete an einer Lebensmittelvergiftung und starb wegen abgelaufener Wasabi-Nüsse!

 

Auch am Dienstag morgen hören die merkwürdigen Ereignisse nicht auf, denn im Dorf ist das Wasser verschmutzt. Der Brunnenmeister steht vor einem Rätsel. Am Nachmittag spielen wir alle zusammen ein grosses Räuber und Polizei im ganzen Dorf. Am Abend machten wir die Rückwärtsshow, bei der die Teilnehmerin Gruppen ein Video drehen mussten, das wenn man es Rückwärts abspielt normal, also vorwärts aussieht. Mit Rückwärts-Zungenbrechern und torkeligen Gängen sorgte das bei allen für Gelächter.

 

Was diese fragwürdigen Vorkommnisse in diesem „perfekten“ Dorf auf sich haben, kommt erst in den nächsten Tagen aus, wenn das ganze Rätsel aufgelöst wird. Alle Jublakinder von gross bis klein sind gespannt darauf, was in diesem Lager noch passieren wird.

 

Das Dorf – weiter gehts mit den merkwürdigen Ereignissen

 

Frisch und munter waren am Mittwochmorgen alle bereit um am alljährlichen Turnfest des Dorfes teilzunehmen. Darüber freute man sich eigentlich auch, das einzige Problem war dabei die unzureichende Planung der Oberturnerin Leonie Los, was das ganze Erlebnis ein wenig milderte. Nichts desto trotz ging es am Nachmittag enthusiastisch mit der «Aktion 72 Minuten» weiter, bei der die Kinder, wie der Titel es schon verrät, 72 Minuten Zeit haben um so viele Aufgaben wie möglich zu lösen. Je mehr Aufgaben, desto mehr Punkte. Nach diesem Stress freuten sich natürlich alle auf das klassische Lager-Abendessen: Fotzel-schnitte. Im Abendprogramm stand das Atelier an, in dem jedes Kind unter verschiedensten Themen von Häkeln über klassisches Basteln bis hin zu Arbeiten mit Holz wählen konnte. Dabei entstanden auch das eine oder oder andere schöne Kunstwerk. Doch dann werden wir von einer Nachricht aus dem friedlichen Handwerkeln gerissen! Denn heute ist unsere Oberturnerin, Leonie Los gestorben. Immer mehr scheinen die Todesfälle weniger wie ein Zufall und der Gedanke, jemand steckt hinter all dem kommt auf einmal auf. Allerdings freuen sich die Kinder trotzdem auf ihren wohlverdienten Schlaf, der aber nicht allzu lange anhält! Um etwa 1:30 werden alle geweckt, da das Haus brennt! Sie hatten die Aufgabe, Geld zu verdienen, für dieses Geld Wasser und feuerfeste Kleidung zu kaufen und dann in der Dusche das Feuer zu löschen. Sind alle soweit, dass sie ihr Feuer gelöscht haben dürfen sie wieder zurück ins Bett.

 

Am Donnerstagmorgen durften nach diesen Strapazen natürlich alle ein wenig länger schlafen. Kurz darauf sind alle ausser sich, weil der Wirt tot aufgefunden wurde! Verzweiflung und die Angst, bald kein Essen mehr zu haben ist da. Glücklicherweise tauchen 2 Hobbyköche auf, welche die Situation im Griff haben, man könne ja einfach selbst kochen. So machte sich die ganze Jublaschar auf in den Wald, um da über dem Feuer 7 verschiedene Gerichte herzuzaubern. Vollgestopft mache wir unsere Verdauungsspaziergang zurück ins Lagerhaus, wo es direkt mit den «Fightgames» weitergeht, bei denen man mal so richtig alles rauslassen kann. Beim «Kämpfen und Raufen» stand nach ein paar klassischen, ein wenig aufgepeppten Kreisspielen ein riesiges «Capture the Flag» im ganzen Dorf an. Bei diesem Spiel gibt es 2 Teams, die je eine Basis mit einer Fahne haben, die es zu erobern gilt. Das Team, das die Fahne des fremden Teams zu seiner eigenen in die Basis bringt, gewinnt. Am Abend wird vom ganzen Dorf, um gegen die merkwürdigen Ereignisse vorzugehen der Übeltäter der für das Misstrauen sorgt, gesucht. So bauen sie über den Abend hinweg ein Sicherheitssystem mit Kameras rund ums Haus und erlernen Fähigkeiten, um die Übeltäter zu überführen. Nach diesem Geländespiel schauten wir uns die Kameras rund ums Haus an und siehe da: Ein paar komische Gestalten in langen Roben mit Fackeln schlendern ums Lagerhaus. Alle schauen gespannt aus dem Fenster und sehen ihn: den Orden! Doch was es mit dem Orden Auf sich hat erfuhren wir alle erst am nächsten morgen.

 

So standen alle in allerfrische um 9:00 da, um «den Orden» zu finden. Und da entdeckten wir den eingesperrten Motzi des Dorfes, Joahnn. Er war gefangen und umhüllt von extrem vielen Schlössern, die es zu öffnen galt. Plötzlich fiel eine Nachricht vom Himmel: Unvollständige Koordinaten zu den Schlüsseln der Schlösser. Als nach langer Arbeit Motzi wieder befreit war, rannten plötzlich alle Mitglieder des Ordens über den Platz, da gab es kurzerhand ein Fangnis durch das ganze Dorf. Als alle Bösewichte geschnappt worden sind gestand Johann etwas, das er schon lange auf dem Herzen Trug: Seine Liebe zu Gunhilde Spielmann, der Theaterchefin. Er hielt um seine Hand an und lud das ganze Lagerhaus zu seiner Hochzeit am Abend darauf ein. Den Nachmittag verbrachten wir uns auf das Fest vorzubereiten. Dabei lernten die Kinder Volkstänze, bastelten ein Hochzeitsgeschenk und vieles mehr. Dabei stieg natürlich schon die Vorfreude auf den letzten Abend. Pünktlich um 18:00 gab es an diesem Abend ein exklusives Festmahl, nämlich ein dreigängiges Menü mit leichtem Salat zur Vorspeise, einem feinen Cordon bleu als Hauptgang und einer leckeren Vanille-glace mit Waldbeeren zum Dessert. Schon bald darauf ging es mit der Hochzeit weiter, bei der sich das Brautpaar nicht hat lumpen lassen. Ein grandioses Fest mit anschliessender Afterparty, die natürlich auch nicht fehlen darf. Den ganzen Abend lang tanzen wir und machten diverse Partyspiele, bis dann doch alle einmal ins Bett mussten.

 

Am nächsten Morgen stand auch schon die Abreise an. Während die Leiter das Haus putzten und alles Material bereit machten, assen die Kinder gemütlich ihr Frühstück, packten ihren Lunch und spielten Spiele. Um ca. 11:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof Tschamut-Selva um erschöpft nach Hause zu fahren. Nach einer über 4-stündigen Fahrt werden alle Kinder sehnlich von ihren Eltern willkommen geheissen. Nach einem grossen Danke an alle und einem schönen Abschied gehen dann nach einer wunderbaren, ereignisvollen und aufregenden Woche müde und ausgelaugt nach Hause.

 

Gerne möchten wir uns noch für all unsere Sponsoren bedanken, welch uns mit grosszügigen Gesten diese Woche erleichtert haben. Herzlichen Dank an die Dr. Oetker AG/SA, der Landi Aarau-West AG, der HUG AG, dem Migros-Genossenschafts-Bund, der Axpo Holding AG, der Eptinger AG, der Dropa Drogerie, Appenzeller natürliche Gärten, dem Kobau, Holzbau-Metallbau, dem Erni Obstbau, der Widmer Druck AG, der Rivella AG, der Clientis Bank Aareland AG und der Coop Genossenschaft.

 

Ein ganz besonderes Danke natürlich an die Röm.-Kath. Kirchgemeinde Stüsslingen, die Ref. Kirchgemeinde und die Gemeinde Stüsslingen, welche unsere Jubla während des ganzen Jahres tatkräftig unterstützt.

 


Jubla-Tag 2019: Openair Kino

Wie jedes Jahr im September wird in der ganzen Schweiz der nationale Jublatag von fast jeder der über 400 Scharen durchgeführt, um mehr Kinder und Jugendliche für die Jubla zu begeistern. So auch in Stüsslingen. Bei uns war der Jublatag aber eher ein Jublaabend, um 19:00 Uhr trafen sich rund 40 Kinder und etwa 15 Leiter, um zusammen gemütlich auf dem Schulhausplatz zu grillieren, draussen zu spielen und die wunderschöne Atmosphäre zu geniessen. Anschliessend versammelten wir uns im selbstgebauten Outdoor-Kino, um gemeinsam den schweizer Kultfilm «Mein Name ist Eugen» zu schauen. Mit Decken, Schlafsäcken und Mützen bepackt war es trotz der Kälte ein idyllischer Abend für alle Kinder sowie Leiter.

 


Schön war's

Erfreut und gefüllt mit wunderbaren Erinnerungen schauen wir auf das Peter und Paul Fest 2019 zurück. Zum 70. Geburtstag hat die Jubla zusammen mit der Pfarreikirche Stüsslingen ein Jubiläum auf die Beine gestellt, das uns allen in den Köpfen bleiben wird. Nach einem guten halben Jahr Organisation und Vorbereitung des OK’s und fast einer Woche intensivem aufstellen, Bar bauen und dekorieren waren wir bereit um stolz das Festgelände zu präsentieren. Und wie bei allen grösseren Anlässen der Jubla darf auch hier ein Motto nicht fehlen. Mit Nachos zum Znacht und umgeben einer täuschend echten Mariachiband und Kakteen fühlte man sich beinahe wie im Norden Mexiko’s. Die Hitze die am Tag herrschte passte da nur zu gut. Nebst dem Gelände gibt es natürlich noch etwas weiteres wichtiges - Das Festprogramm, welches mit dem Jassturnier begann bei dem rund 15 Teams gespannt um die Wette jassten. Parallel dazu spielte «ÄDU ROCKT» diverses aus seiner Liedersammlung für jung und alt und sorgte tüchtig für Stimmung. Als es langsam begann einzudunkeln und alle Besucher gespannt in der Kaffestube oder unter dem Sarasani an der Bar warteten traten dann «Laika» auf die Bühne. Der Leadsänger, ein ehemaliger Stüsslinger sowie der Rest der Band liessen sich nicht lumpen und haben für die ungefähr 150 Zuhörer eine einmalige Show hingelegt. Nach dem Konzert blieb die Bar noch bis in die späte Nacht offen für alle, die noch ein wenig Durst hatten.

 

Der Sonntag begann natürlich mit dem Gottesdienst mit Andreas Brun, Bruno Lautenschlager und Andrea-Maria Inauen, bei dem der Projektchor mitwirkte. Direkt anschliessend spielte die Musikgesellchaft Stüsslingen und begleitete das Apéro mit ein wenig festlicher Musik. Ein weiteres Erlebnis dieses Wochenendes war definitv das Go-Kart rennen, bei dem sich alle Generationen duellierten und einen Riesenspass hatten. Mit Thomas, dem jungen und ambitionierten Sportmoderator und einer kleinen Abkühlung auf dem hitzigen Asphalt ging die Zeit wie im Fluge vorbei. Nur wenige Minuten später, schon dem Ende des Festes zugeneigt spielten die «4 Elements» noch ein paar ihrer rockigsten Hits bevor dann um ca. 16.30 die Verabschiedung vor der Kirche Stüsslingen mit harmonischen Alphornklängen und dem Turmsegen, bei dem sich Franz definitv keine Mühen scheute, stattfand. 


Pfingstlager 2019

«Wir sind eine grosse Familie»

Es ist Samstagnachmittag, wunderschönes Sommerwetter, hoffentlich bleibt es so. Zusammen mit Andrea-Maria Inauen, Präses der Jubla-Minischar Stüsslingen, wandern wir von Rohr aus los. Nach einer guten halben Stunde hören wir durch den Wald die ersten Stimmen von Kindern. Und bald erblicken wir den Lagerplatz der Stüsslinger. Eine grosse, schöne Wiese, umgeben von mehreren Waldstücken. Gerade wird ein grosses Zelt aufgestellt, ein «Nomad». Es besteht aus 64 Militärblachen, welche vorher zusammengeknüpft werden mussten. Natürlich haben die Kids dabei mitgeholfen. Nun geht es ans Aufstellen des Zeltes. Etwa 20 Kinder positionieren sich unter der grossen Blache, und auf das Kommando von Patrick platzieren alle ihre Zeltstange am richtigen Ort. Am Anfang wirkt das Zeltgebilde noch unstabil, doch durch das Spannen auf allen Seiten bekommt das Zelt Festigkeit und Form. Es ist das Lagerzelt, wo am Abend die grosse Gemeinschaft zusammenkommt. An einem anderen Ort auf dem Lagerplatz wurde unter kundiger Anleitung von Silvan und Dominik eine Hollywood-Schaukel angebracht. Die Schaukel ist massiv gebaut aus grossen Ästen und Militärblachen. Perfekt zum Chillen für drei Kinder. Mehr sind aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Allison die bereits zum vierten Mal im PfiLa dabei ist, sagt: «So etwas können wir nur, weil wir ein gutes Team sind. Wir helfen einander, halten zusammen und sind wie eine grosse Familie.»

 

Im diesjährigen PfiLa sind 41 Kinder und 25 Leiterinnen und Leiter Teil dieser grossen Familie. Marco aus dem Hauptleitungsteam des PfiLa’s berichtet von den Vorbereitungen: «Im Januar begannen die ersten Planungen. Eine Herausforderung ist jeweils das Finden eines geeigneten Lagerplatzes.» Das ging gut. Ein Bauer bot die Wiese an und stellte sogar noch einen grossen Wassertank auf. Sechs Wochen vor dem PifLa müssen die Programmblöcke stehen. Sie werden noch von einem Jugend+Sport-Coach kontrolliert. Die viele Arbeit ist für Marco kein Problem:  «Die Arbeit für diesen Grossanlass macht Freude. Besonders spannend finde ich, dass wir unsere Ideen voll einbringen können.» Luca und Manuel erzählen von der Geschichte, die wie ein roter Faden durch das PfiLa führt: «Es begann mit einem Life-Experiment von Professor Willi Wom. Er versprach, dass er in diesem Experiment zeigen könne, wie man ewig jung bleiben kann.» Das Experiment ging aber schief und die Menschen verwandelten sich in Zombies. Das Dorf wurde evakuiert. «Aus Sicherheitsgründen sind wir dann in fünf Gruppen über fünf unterschiedlichen Routen zu unserem neuen Lagerplatz marschiert. Das ist nun unser neues Dorf. Hoffentlich schaffen wir es, die Zombies wieder zu zurückzuverwandeln.» Marco verrät den Rest der Geschichte: «Am nächsten Tag geht es darum, ein Heilungsserum zu produzieren.»

 

Das Abendessen ist in ein Geländespiel eingebaut. Die Kinder werden selber ein Robinsonessen auf dem Feuer zubereiten.  Wie viele Leiterinnen und Leiter war Jasmin als Kind selber in den PfiLa dabei. Sie erzählt: «Ich finde es gut, was die Kinder hier draussen in der Natur und in dieser grossen Gemeinschaft erleben können. Das ist Zuhause in dieser Form nicht möglich. Ein PfiLa ist eine echte Horizonterweiterung.»

 

Vor dem Abschied noch ein Besuch im Küchenzelt. Es riecht bereits lecker nach Abendessen. Die Kinder helfen beim Rühren in der grossen Pfanne und schneiden Gemüse. Es gibt Chili con Carne. En Guete und Tschüss!


Peter & Paul Jubiläum

Bald ist es soweit!

 

Unser Jubiläum für Jung und Alt steht vor der Tür. Hier könnt ihr noch die wichtigsten Informationen abchecken über das Gelände bis zum umfangreichen Festprogramm, welches euch erwarten wird.

 




Auf der Suche nach Mister X

Der «Mister X» Scharanlass ging letzten Samstag in die zweite Runde. Rund 25 Kinder und 15 Leiter machten sich in aller morgentlichen Frische auf den Weg zu unserer wunderschönen Bundeshauptstadt. In Gruppen unterwegs hatten wir den ganzen Morgen Zeit, um eine lange Liste gefüllt mit Aufgaben rund um die Stadt Bern zu lösen. Verschiedenste Sehenswürdigkeiten wie die diversen Brunnen, das Zytgloggespiel oder Albert Einsteins Haus liessen uns kreuz und quer durch die Altstadt tummeln und so einiges über die Geschichte der Stadt lernen. Sogar Höhenmeter machten wir ein paar mit der scheinbar ewigen Wendeltreppe auf das Münster, von wo wir über ganz Bern einen Ausblick hatten. Einen Abstecher in den Bärengraben, ein gemütliches Picknick im Rosengarten und ein feines Dessert in der «Gelateria di Berna» durften natürlich auch nicht fehlen. Durch das Lösen dieser Fox Trail-artigen Aufgaben konnte jede Gruppe Punkte für die Jagd von «Mister X» verdienen. Mithilfe dieser Punkte konnte die Gruppe öffentliche Verkehrsmittel benutzen oder den Standort des Mister X erkaufen um ihn möglichst schnell zu fangen. Dieser mysteriöse Mister X war allerdings eine der Gruppen selbst.

 

Die Verfolgungsjagd ging los. Zu fuss, mit dem Bus oder im Tram wurde die Gruppe durch die ganze Stadt gehetzt. Das dauerte aber nicht allzu lange, denn wie aus dem nichts wird «Mister X» gefasst! Was nun? Wie bei einem Fangnis wird jetzt der Titel weitergegeben und die Gruppe wird abgelöst. Weiter geht’s also mit dem Detektivspiel. Den ganzen restlichen Nachmittag verbringt das eine Team mit der Flucht, die anderen Gruppen mit der Jagd. Obwohl es mehrmals beinahe knapp wurde konnte Mister X trotz Zusammenarbeit aller Gruppen nicht gefangen werden.

 

Nach einem spannenden aber erschöpfendem Nachmittag versammelten wir uns alle wieder am Bahnhof, um zurück nach Stüsslingen zu fahren. Der Anlass war für gross und klein ein Riesenspass.


Ein lyrischer Rückblick auf den Lagerrückblick

Nun möchte ich euch diesen Bericht schicken,

da wir am letzten Samstag auf das Lager zurückblickten.

Am Anfang taten viele in der Kirche sitzen,

diese konnten dort die Engelsstimmen der Jublaner erwischen.

Auch die Stimme von Manu Hartmann und das Klavierspiel von Shanky Wieser mussten wir nicht missen.

„Danach gibt es Risotto und einen Rückblick auf das Lager!“ liess man die versammelte Menschenmenge wissen. Danach sich viele aus ihren Sitzen rissen,

und sie sich vis-a-vis setzten an langen Tischen.

Draussen hörte man schon das Zischen,

die Köche sich Schweissperlen von der Stirn taten wischen,

zusätzlich sie diverse Zutaten mischten.

Risottos zweierlei wir auftischten,

viele konnten von beiden eine Portion fischen.

Danach taten viele ihre Blicke auf die Leinwand richten,

um die diesjährige Diashow zu sichten.

Fotografisch tat diese vom Lager berichten.

Einige zu einer weiteren Runde Essen schritten,

da liessen sich viele nicht zweimal bitten!

Danach durfte man den Lagerfilm erblicken,

zum Zeigen, wie die Jublaner aus Stüsslingen-Rohr so ticken.

Zu guter Letzt durfte man noch Vergessenes aus dem Lager aus der Fundkiste picken,

bevor zuletzt die Lichter im Raume erlischten.

Wir jetzt schon wieder auf das nächste Lager mit Freude vorausblicken!

 

Sie lasen einen Rückblick auf den Lagerrückblick – Einen lyrischen.

 

Wir möchten uns bei allen bedanken, die beim Lagerrückblick dabei waren und bei Eliane Bucher und Celine Bader, die jenen ausgestaltet haben. In Retrospektive auf das Lager möchten wir uns bei allen Eltern Bedanken, die uns wiederum ihr Vertrauen geschenkt und uns ihre Kinder anvertraut haben, bei allen Sponsoren und Helfern, die dieses Lager erst ermöglicht haben und last but not least bei allen Teilnehmenden, ohne welche eine solche Woche nicht denkbar wäre.


"Leinen los!" für die Jubla-Minischar Stüsslingen-Rohr

Ein nebliger Morgen. Meeresrauschen. Möwenlaute hallen durch die Luft. Kuriose Gestalten haben sich auf dem Kirchenplatz, welcher wie ein Schiffspier anmutet, versammelt. Der Kapitän und sein erster Matrose begrüssen die dahereilende Jungmannschaft, die nur ein Ziel hat: sie wollen Matrosen auf der sagenumwobenen „Jublanik“ werden. Sie treffen auf viele weitere Leute: chinesische Touristen, die lauter Selfies schiessen, ein ganzer Junggesellinenabschied, eine urchige Schweizer Familie, die Co-Kapitänin und die Sekretärin, auf einen junggebliebenen Australier und zuletzt auch auf eine deutsche Familie. Es geht los! Über einige Zwischenstationen legt die Jublanik mitsamt den angehenden Jungmatrosen ab. Das Ziel: Les Bois.

 

 

Ein Matrose muss sich in vielen Disziplinen beweisen können: bei Theatern und sonstigen Darbietungen zeigen sie, dass sie ein ganzes Schiff animieren können. Ob sie auch einen ganzen Ozeandampfer reinigen können, zeigt sich bei einem Geländespiel. Doch diese Kreuzfahrt geht nicht ohne Zwischenfälle von statten. Die Junggesellin wird in der Nacht kaltblütig ermordet. Die angehenden Matrosen finden heraus, dass es eine ihrer Kolleginnen war. Motiv: Eifersucht.

 

Dies bleibt nicht der einzige Vorfall: das Schiff läuft auf Grund. Wasser dringt in den Bug ein. Mit einem waghalsigen Manöver kann der erfahrene Kapitän das Schiff noch an eine scheinbar einsame Insel steuern. Dort angekommen müssen auf einer Wanderung durch die Wälder dieses Eilands die Werkzeuge gefunden werden, um den alten Kahn wieder fahrtüchtig zu machen. Auch dies gelingt der tapferen Jungmannschaft.

 


 

Natürlich trifft man in hiesigen Gewässern auch auf Piraten. Sie entfachen auf der Jublanik ein Feuer und lassen das Amulett des Kapitäns mitgehen. Das Feuer kann gelöscht werden, doch das Amulett bleibt verschollen. Die Piraten müssen es mit nach Tortuga genommen haben. Auf dieser Insel treiben sich viele zwielichtige Gestalten herum, welche die Schiffsmannschaft missgünstig beäugen. Doch sie finden heraus, wo sich das Amulett befindet und sie können es dem Piratenkönig bei der Übergabe abluchsen und erfolgreich von der Insel fliehen.

 


 

Doch trotzdem ist die Frage noch ungeklärt, welches die neue Crew von Captain Hook wird. Dies wird jeweils am Ende des Tages geklärt. Die Gruppen können sich mit erspieltem und erarbeitetem Geld Schiffe kaufen, diese mit Sternen besetzen und in ein mit einem Rasternetz überspannten Ozean platzieren. Die anderen Gruppen haben dann wie bei einem Schiffeversenken die Möglichkeit, die Schiffe der anderen Gruppen abzuschiessen und so zu versenken. Am Ende hat sich die Gruppe der Südsee durchgesetzt und so wurden sie die neue Crew der Jublanik.

 

Anzumerken ist auch die Kombüse, bestehend aus ehemaligen Leitern der Jubla-Minischar, aus beinahe Jublanern und einem aus fremden Gewässern. Sie bekochten die Matrosen stets vorzüglich. So wurde die Kreuzfahrt zu einem Gourmet-Trip. Und so legte die Jublanik eine Woche nach Start der Kreuzfahrt wieder in Stüsslingen an. Mit müden, aber glücklichen Matrosen, ebenso müden aber zufriedenen Leitern, vielen Fundsachen und einem grossen Seemannskoffer voller Erinnerungen. (Text: Franz Achermann, Bilder: Eliane Bucher)