Samichlaus Auszug 2022

Auch dieses Jahr chlöpft es wieder in Stüsslingen.

Am Samstag, 03. Dezember, zieht der Samichlaus begleitet mit Laternen und den Klängen der tapferen Geiselchlöpferinnen und Geiselchlöpfer durchs Dorf. 

Wir freuen uns auf Euch!


Paradisos 2022 - Zukunftsstadt

«Was entsteht denn da?» - Diese Frage haben sich wahrscheinlich viele Personen gestellt, welche sich in der Woche vor Pfingsten zum gemütlichen Spaziergang durch das durch alte Aare und Kanal begrenzte «Inseli» begaben. Baumstämme wurden aufgerichtet, Unmengen an Militärblachen miteinander verknüpft und meterlange Schläuche und Kabel verlegt. Auf dem sonst kargen Land entsteht eine Zeltstadt!

 

Nach 11 Jahren beginnt am Samstag vor Pfingsten das Paradisos! Es treffen sich Jublascharen aus dem ganzen Kanton Solothurn (und sogar aus benachbarten Kantonen), um dieses verlängerte Pfingstwochenende gemeinsam zu verbringen.

 

So traf sich am Samstagmorgen ein beschauliches Grüppchen der Jubla-Minischar – es wird berichtet, dass im nahegelegenen Niedergösgen Aliens gelandet seien! Um diesen obskuren Begebenheiten auf den Grund zu gehen, schnallten wir uns den Rucksack auf den Rücken, nahmen die Beine unter die Arme und marschierten in Südrichtung los. Der eine oder andere Schuh drückte, die Sonne brannte, doch wir hatten das Ziel vor Augen! Um uns vor der drohenden Gefahr zu schützen, schmiedeten wir auf unserem Fussmarsch Karton-Schwerter.

Und so trafen wir am Ort des Geschehens ein. Inmitten des Platzes erschienen uns drei interessante Gestalten, welche in fremden Zungen sprachen. Leider konnte niemand verstehen, was sie von uns wollten und wieso sie hier sind. So galt es als erstes, ein Wörterbuch zu erstellen, welches uns bei der Kommunikation mit diesen Kreaturen helfen sollte.

Wir verbrachten den Nachmittag an verschiedensten Posten: es wurden Brillenbändeli aus Perlen gebastelt, wilde Sirup-Kombinationen getrunken oder T-Shirts bedruckt. Währenddessen konnten wir Stück für Stück unser Nachschlagewerk ergänzen. So war es uns dann tatsächlich möglich in Erfahrung zu bringen, wie es die drei Fremden in unsere Gefilde geschafft hatten. Es stellte sich heraus, dass es sich gar nicht um Ausserirdische, sondern um Zeitreisende aus dem Jahr 2222 handelte! Und sie hatten düsteres zu berichten: die Erde sei nicht mehr, was sie einmal war. Sie erzählten von einer dystopischen Welt, in welcher es keinen Schnee mehr gibt und eine Dürre auf die nächste folgt. Wir mussten etwas unternehmen!

Nach einer abendlichen kulinarischen Stärkung genossen wir die Abendsonne und widmeten uns der körperlichen Tugend. Es wurde viel Sport betrieben, sei es Fuss- oder Volleyball, aber auch das eine oder andere Kampf- und Raufspiel wurde gespielt.

 

So neigte sich der Tag dem Ende zu und wir begaben uns in die vom Leitungsteam professionell errichteten Schlafzelte. Die teils fehlenden Zeltkomponenten gepaart mit der fehlenden Zeltbauerfahrung führten dazu, dass die Baldachine teils eher einem Kunstprojekt als einer Schlafgelegenheit ähnelten. In der Nacht folgte dann der grosse Regen: Blitze durchzogen den Himmel, der Donner grollte, der Regen prasselte ungehemmt auf die Zeltkonstruktionen. Doch zum Erstaunen aller Anwesenden perlte der Regen sogar an den Zelten, bei denen das Aussenzelt verkehrt herum montiert wurde, wie an einer Lotusblüte ab. Der noch sehr trockene Boden schluckte die grossen Wassermengen und alle die, welche ihre Schuhe über Nacht in das Innere der Zelte platzierten, konnten trockenen Fusses zum Frühstück gehen.

Die Zeitreisenden erzählten uns weiter von ihrer Zeit und zeigten uns, wie wir dafür sorgen können, dass die Zukunft doch noch etwas besser werden kann. «Recycelt eure Fahrräder! Trennet euren Restmüll!». Geprägt von diesen Worten galt es nun für uns, uns dem umweltverträglichen Anbau von Lebensmitteln zu widmen. Die Rohstoffe und das Wissen dafür konnten bei einem Geländespiel erlangt werden. Die einzelnen Scharen lösten verschiedene Aufgaben und konnten so gemeinsam der Aufgabe gerecht werden.

Nach dem geschmacklich hochstehenden Mittagsmahl, welches unter der Regie von Küchenchef Fabian «Gordon Ramsay» Soland und Sous-Chef Thomas «Bocuse» Bucher von vielen fleissigen Helfenden zubereitet wurde, verbrachten wir den Nachmittag wiederum an den verschiedenen Ateliers. An dem von Regengüssen durchzogenen Tag liefen die Reissverschlüsse der Regenjacken beim dauernden An- und Ausziehen langsam heiss – der Grat zwischen Sonnenbrand und tropfender Nässe war doch recht schmal.

Zu späterer Stunde folgte dann ein weiteres Highlight: in der Mehrzweckhalle fanden sich alle zu zwei grossen Konzerten ein! Die Ouvertüre machte der Solothurner Sprechsänger Pato: zu rhythmischen Trap-Beats und knallenden Bässen gab er der tobenden Meute seine Bars preis. Vor seinem bis dato grössten Publikum haute der Rapper aus der schönsten Barockstadt der Schweiz der tobenden Menge Hit um Hit um die Ohren.

Als zweites betraten «Les Touristes» die Bühne: die energischen Party-Rocker vom Rheinknie zeigten den rund 800 Jublaner*innen eine schwungvolle Show. Musik zum Mitsingen, Mittanzen, Mitklatschen. Dass die Zeit doch schon etwas fortgeschritten war, zeigte sich jedoch sehr schnell: schweisstropfende Moshpits und seelenruhig schlafende Jungspunde trennten zu bestimmten Zeiten nur wenige Meter.

 

Die Erschöpfung zeigte sich dann auch am nächsten Morgen: das von einigen Kids selbst gestaltete Programm ausserhalb der Zelte mit ungeduldigem Warten auf das Frühstück begann am Pfingstmontag nicht wie am Tag zuvor bereits um 05:00 Uhr, und auch die Leitenden fanden so erholsamen Schlaf bis um halb acht.

So begann auch schon der letzte Tag auf dem Inseli: am Morgen durften noch einmal die Ateliers besucht werden, welche man vielleicht noch nicht erlebt hat. Am Nachmittag massen sich die einzelnen Scharen dann noch einmal bei einem Spielturnier. Klassiker wie Kochlöffel-Unihockey, Paar-Fussball und höchstwahrscheinlich auch Blachen-Volleyball durften gespielt werden.

 

Zum Schluss bündelten wir noch einmal alle unsere Energie: mit einem fetzigen Tanz generierten wird genug Energie, um die Zeitreisenden zurück in ihre Zeit zu bringen. Unter dem wachenden Auge des DeLoreans und hinter dem Stargate verschwanden die drei Gestalten in einer dichten blauen Rauchwolke.

Dass wir solch wundervolle Tage verbringen und alle wieder gesund nach Hause gelangen durften, ist kein Zufall: wir danken dem mit Stüsslinger*innen gut bestückten OK und allen Helfenden herzlichst für ihre Arbeit. Ein Dank gilt auch allen Leitenden, allen voran Pascal Soland, welcher unsere Schar würdig vertrat. Auch gehört euch Eltern ein weiteres Mal für euer Vertrauen in uns gedankt – es ist keine Selbstverständlichkeit. Und das grösste Danke gehört natürlich allen Kids, welche die drei Tage auf dem Inseli zu einem unvergesslichen Fest machten. 


Winteranlass 2022

Tatsächlich! Der Abhang vor dem Naturfreundehaus auf der Schafmatt war mit einem feinen Schneeflaum bedeckt! Dies konnte nur eines bedeuten: ein lokaler Schlittelplausch! 

So trafen sich neben einem Grüppchen an tapferen Schlittenpiloten und einer kälteresistenten Leitendenschar auch ein Assortiment an Füdlibobs, Wok-ähnlichen Schneeschalen und diversen anderen Rodeln auf dem Schulhausplatz. In Gedenken an unser vergangenes Sommerlager wurden diese Rennmaschinen durch Adrian mit einem „Schilter“ auf die Schafmatt gefugt. 

Oben angekommen wurden wir von herrlichem Sonnenschein und einer grandiosen Weitsicht begrüsst. Bereits auf dem Parkplatz wurde auf dem vereisten Asphalt eine erste Rutschpartie veranstaltet, bevor wir die letzten Meter zu Fuss auf uns nahmen. Nun galt es zu beweisen, wer diese berüchtigte Böschung am schnellsten herunterrasen kann. Dabei spielte es auch keine Rolle, das an einigen Stellen eher auf grün-braunen Rasenflächen gefahren musste. Der erfahrene Rodler war sich diesem bewusst und hat sein Gefährt im Vorhinein mit der optimalen Wachswahl auf den Kufen dem Terrain angepasst! 

Auch Hunger und Durst wurden an diesem kräftezehrenden Schlitteltag gestillt. Alle Pilotinnen und Piloten wurden mit einer klassischen Auswahl an Wienerli und einem Assortiment an Punsch verpflegt. 

Ein grosses Danke an alle, die uns bei der Material- und Personenlogistik halfen und natürlich an alle, die mit uns diesen Tag im Schnee verbrachten.  

 


Bald ist es soweit: Paradisos 22


Jubla-Tag 2021

Schon ist es wieder so weit der Jubla-Tag 2021 steht vor der Tür.

Komm doch auch vorbei am 04. September um 15:00 beim Jublaraum.


Goldrausch in Deadwood - Sommerlager 2021

 

Das Lagerhaus gegen einen Zeltplatz eingetauscht

 

Zum ersten Mal in der Geschichte der Jubla-Minischar Stüsslingen-Rohr wagten wir es tatsächlich, ein Zeltlager im Sommer anstatt ein Herbstlager im Haus auf die Beine zu stellen. Eine wunderschöne Woche – beziehungsweise zwei Wochen für das Leitungsteam – verbrachten wir in Trubschachen im Emmental. Unter dem Motto «Goldrausch in Deadwood» tauchten Kinder wie auch Leitende ein in die Welt des wilden Westen.

 

 

Der Plan von Leopold Stocker

Leopold Stocker ist ein wohlhabender Mann mit grossen Plänen. Er und seine Familie möchten Deadwood, eine kleine Provinz im wilden Westen in eine grosse Stadt verwandeln. Dafür aber braucht er Hilfe von der Jubla. Also macht diese sich auf den Weg ins Unbekannte, um Projektleiter Stocker zu helfen, eine grandiose Stadt inmitten der Wüste aufzubauen. Die ersten Tage verlaufen wie am Schnürchen. Viel Gold wird geschürft, die Stadt wird grösser und alles entwickelt sich prächtig.

Plötzlich aber, in einer Nacht wie jeder anderer, werden alle von Geistern aufgeweckt! Was vor sich geht versteht niemand, aber so langsam kommt ein merkwürdiges, unangenehmes Gefühl über die Einwohner von Deadwood. Denn auf dem Friedhof im verbotenen Wald neben der Stadt wurden indianische Zeichen gefunden, dass also irgendetwas faul ist an dieser ganzen Sache bezweifelt nun fast niemand mehr. Es gibt also nur eine Lösung: Der Sache auf den Grund zu gehen. 

 

Mit dem Kriegsbeil zum Sieg!

So macht sich die Jubla auf zum Indianerstamm der Apachen, der fast einen Tagesmarsch von Deadwood weg liegt. Dort erzählt uns der Indianerhäuptling die Geschichte, wie sie damals von ihrem Land vertrieben wurden, von keinem anderen als von Leopold Stocker. Deshalb sind dort auch die Geister, von welchen die Jubla heimgesucht wurde, welchen einen grossen Groll auf die neuen Einwohner der Stadt hegen. Nicht lange später setzt sich die Jubla auf die Seite der Apachen, um ihnen ihr eigentliches Land wieder zurück zu geben. Zusammen versuchen sie nun Geld zu verdienen, um die Stadt von Leopold Stocker wieder zurück zu kaufen.

 

Sobald sie aber alles beisammen haben, will dieser Halunke alles behalten und nichts zurück geben! Für die Indianer und die Jubla gibt es jetzt nur noch eine Option. Einem uralten Ritual folgend graben sie also das Kriegsbeil aus und erklären dem Projektleiter somit den Krieg. Zusammen besiegen sie ihn und ein riesiges Indianerfest wird veranstaltet! Zufrieden und natürlich auch etwas erschöpft kommt die Jubla nach einer Woche wieder aus dem wilden Westen zurück nach Stüsslingen.

 


Bald ist es soweit