Pfila: Dreckige Stiefel und viel Spass

 

Die Jubla-Scharen Neuendorf, Winznau und die Minischar Stüsslingen-Rohr veranstalteten gemeinsam ein Pfingstlager auf dem Sidemätteli in Winznau. Ursprünglich wollten sie ihr Lager auf der Burgweid zwischen Wisen und Lostorf aufstellen, mussten aber wegen dem starken Regen auf einen anderen Platz ausweichen. «Mit einem Traktor mussten wir das Material und den eine Tonne wiegenden Wassertank zum Lagerplatz transportieren. Auf der Burgweid war das bei dem starken Regen nicht möglich», so Fabian Soland, Scharleiter der Minischar Stüsslingen-Rohr und Mitglied des OKs Pfingstlager. Deshalb mussten sie am Freitagabend noch einen Lagerplatz finden, auf den sie ausweichen konnten.  Sie entschieden sich für Winznau, wo ihnen ein Bauer sein Feld neben dem Sidemätteli zur Verfügung stellte. Dort bauten sie am Samstag das Küchenzelt, ein Materialzelt, ein Aufenthalts- und Essenszelt sowie Schlafzelte für rund 50 Leiter und 75 teilnehmende Kinder auf.

 


 

Das Pfingstlager stand unter dem Motto «Asterix und Obelix». Jede Schar stellte einen Anführer, nämlich Asterix, Obelix und Majestix, welche sich mit entsprechenden Kostümen verkleideten. Mit kurzen Theatersequenzen wurden die Lageraktivitäten, beispielsweise die Geländespiele, in die Geschichte eingebettet: Die drei Anführer stritten sich und mussten wieder zusammengeführt werden. Dafür brauchten sie den Zaubertrank von Miraculix, dem Druiden. Leider erzielte der Trank nicht die gewünschte Wirkung. Am Sonntagabend schlüpften die Leiter in die Rolle der Römer unter Julius Cäsar und griffen die Teilnehmenden an, wobei sich die drei zerstrittenen Anführer wieder versöhnten. Schliesslich besiegten die Gallier die römische Heerschar.«Gerade die kleineren Kinder haben Freude an der Geschichte und sehen den Leiter dann wirklich nur noch als die Figur, die er spielt», stellte Soland fest.

 


 

Für das Lager musste einiges an Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden. «Die drei Scharen haben nicht viel Erfahrung mit Zelten und entsprechend nicht viel Material», so Soland. Die meisten Zelte liehen sie bei anderen Jubla- oder Jungscharen aus. Weiter musste der 1000 Liter umfassende Trinkwassertank regelmässig aufgefüllt werden. Drei gefüllte Autos brachten die Lebensmittel ins Küchenzelt. Als der Boden zunehmend matschig wurde, legten die Leiter Stroh aus. Alle wuschen den eigenen Teller in zwei Becken mit frischem Wasser selbst ab. Das zehnköpfige Küchenteam kochte hauptsächlich über der Feuerstelle beim Sidemätteli. Zwar konnte die geplante Wanderung am Montag wegen dem Wetter nicht durchgeführt werden, davon abgesehen, änderte sich am Programm nicht viel. Dass Stiefel, Wanderschuhe und Regenhosen dreckig wurden vom Schlamm, schien weder Kinder noch Leiter gross zu stören - die Freude stand ihnen bei den Aktivitäten ins Gesicht geschrieben. (Text: Gabriela Strähl, Oltner Tagblatt. Fotos: Remo Fröhlicher, Oltner Tagblatt)