"Leinen los!" für die Jubla-Minischar Stüsslingen-Rohr

Ein nebliger Morgen. Meeresrauschen. Möwenlaute hallen durch die Luft. Kuriose Gestalten haben sich auf dem Kirchenplatz, welcher wie ein Schiffspier anmutet, versammelt. Der Kapitän und sein erster Matrose begrüssen die dahereilende Jungmannschaft, die nur ein Ziel hat: sie wollen Matrosen auf der sagenumwobenen „Jublanik“ werden. Sie treffen auf viele weitere Leute: chinesische Touristen, die lauter Selfies schiessen, ein ganzer Junggesellinenabschied, eine urchige Schweizer Familie, die Co-Kapitänin und die Sekretärin, auf einen junggebliebenen Australier und zuletzt auch auf eine deutsche Familie. Es geht los! Über einige Zwischenstationen legt die Jublanik mitsamt den angehenden Jungmatrosen ab. Das Ziel: Les Bois.

 

 

Ein Matrose muss sich in vielen Disziplinen beweisen können: bei Theatern und sonstigen Darbietungen zeigen sie, dass sie ein ganzes Schiff animieren können. Ob sie auch einen ganzen Ozeandampfer reinigen können, zeigt sich bei einem Geländespiel. Doch diese Kreuzfahrt geht nicht ohne Zwischenfälle von statten. Die Junggesellin wird in der Nacht kaltblütig ermordet. Die angehenden Matrosen finden heraus, dass es eine ihrer Kolleginnen war. Motiv: Eifersucht.

 

Dies bleibt nicht der einzige Vorfall: das Schiff läuft auf Grund. Wasser dringt in den Bug ein. Mit einem waghalsigen Manöver kann der erfahrene Kapitän das Schiff noch an eine scheinbar einsame Insel steuern. Dort angekommen müssen auf einer Wanderung durch die Wälder dieses Eilands die Werkzeuge gefunden werden, um den alten Kahn wieder fahrtüchtig zu machen. Auch dies gelingt der tapferen Jungmannschaft.

 


 

Natürlich trifft man in hiesigen Gewässern auch auf Piraten. Sie entfachen auf der Jublanik ein Feuer und lassen das Amulett des Kapitäns mitgehen. Das Feuer kann gelöscht werden, doch das Amulett bleibt verschollen. Die Piraten müssen es mit nach Tortuga genommen haben. Auf dieser Insel treiben sich viele zwielichtige Gestalten herum, welche die Schiffsmannschaft missgünstig beäugen. Doch sie finden heraus, wo sich das Amulett befindet und sie können es dem Piratenkönig bei der Übergabe abluchsen und erfolgreich von der Insel fliehen.

 


 

Doch trotzdem ist die Frage noch ungeklärt, welches die neue Crew von Captain Hook wird. Dies wird jeweils am Ende des Tages geklärt. Die Gruppen können sich mit erspieltem und erarbeitetem Geld Schiffe kaufen, diese mit Sternen besetzen und in ein mit einem Rasternetz überspannten Ozean platzieren. Die anderen Gruppen haben dann wie bei einem Schiffeversenken die Möglichkeit, die Schiffe der anderen Gruppen abzuschiessen und so zu versenken. Am Ende hat sich die Gruppe der Südsee durchgesetzt und so wurden sie die neue Crew der Jublanik.

 

Anzumerken ist auch die Kombüse, bestehend aus ehemaligen Leitern der Jubla-Minischar, aus beinahe Jublanern und einem aus fremden Gewässern. Sie bekochten die Matrosen stets vorzüglich. So wurde die Kreuzfahrt zu einem Gourmet-Trip. Und so legte die Jublanik eine Woche nach Start der Kreuzfahrt wieder in Stüsslingen an. Mit müden, aber glücklichen Matrosen, ebenso müden aber zufriedenen Leitern, vielen Fundsachen und einem grossen Seemannskoffer voller Erinnerungen. (Text: Franz Achermann, Bilder: Eliane Bucher)