Das Dorf – Die Jubla Stüsslingen im Lagerfieber

 

Am 28.09.19 machte sich die Jubla-Minischar Stüsslingen-Rohr auf den Weg nach Selva bei Sedrun, dem scheinbar perfekten Dorf in dem es einem vorkommt als gäbe es keine Probleme. Doch schon sind wir mit den Dorfbewohnenr unterwegs steigen wir in den falschen Zug und landen in Andermatt. Halb so schlimm, dann gibt es eben einen Fussmarsch nach Rueras, glücklicherweise haben ja alle ihre Wanderschuhe montiert. Da wartet aber schon ein weiteres Problem; Auf dem Oberalppass streiten sich Sekretärin und Gemeindspräsidentin und können sich nicht auf die Route einigen. So trennen sich die Wege der grossen Gruppe, welche eine wunderschöne zweitägige Wanderung inklusive SAC-Hütte unternehmen und der kleinen und mittleren Gruppe, welche den kürzeren Weg zum Lagerhaus nimmt und den Abend gemütlich mit ein wenig Wellness abschliesst.

 

Am nächsten Mittag kehren auch die Bestreiter der grösseren Wanderung zurück und alle werden herzlich im ach so tollen Dorf willkommen geheissen. Doch nicht lange dauert es und die erste erschreckende Nachricht wird kundgegeben. Die goldene Henne, der Schatz des Dorfes wurde gestohlen! Glücklicherweise konnten die Teilnehmer diese am Abend wieder finden und der Tag war gerettet, fast jedenfalls. Denn der Bestatter, Don Simon hatte eine traurige Nachricht zu verkünden: Beatrice Leistift, die Sekretärin ist auf der Wanderung einen traurigen Tod gestorben. Auch am nächsten morgen lag ein Problem vor, der Dorfladen, geführt von Mirco Gross, liegt kurz vor dem Konkurs und braucht die Hilfe der TN’s um ihn wider auf seine Beine zu stellen. Der Abend, verbracht mit Sternkunde und philosophischen Denkanstössen ist eher entspannend. Aber am Ende des Tages gibt es auch hier eine schockierende Nachricht. Mirco Gross, der Dorflädelibesitzer verleidete an einer Lebensmittelvergiftung und starb wegen abgelaufener Wasabi-Nüsse!

 

Auch am Dienstag morgen hören die merkwürdigen Ereignisse nicht auf, denn im Dorf ist das Wasser verschmutzt. Der Brunnenmeister steht vor einem Rätsel. Am Nachmittag spielen wir alle zusammen ein grosses Räuber und Polizei im ganzen Dorf. Am Abend machten wir die Rückwärtsshow, bei der die Teilnehmerin Gruppen ein Video drehen mussten, das wenn man es Rückwärts abspielt normal, also vorwärts aussieht. Mit Rückwärts-Zungenbrechern und torkeligen Gängen sorgte das bei allen für Gelächter.

 

Was diese fragwürdigen Vorkommnisse in diesem „perfekten“ Dorf auf sich haben, kommt erst in den nächsten Tagen aus, wenn das ganze Rätsel aufgelöst wird. Alle Jublakinder von gross bis klein sind gespannt darauf, was in diesem Lager noch passieren wird.

 

 

Das Dorf – weiter gehts mit den merkwürdigen Ereignissen

 

Frisch und munter waren am Mittwochmorgen alle bereit um am alljährlichen Turnfest des Dorfes teilzunehmen. Darüber freute man sich eigentlich auch, das einzige Problem war dabei die unzureichende Planung der Oberturnerin Leonie Los, was das ganze Erlebnis ein wenig milderte. Nichts desto trotz ging es am Nachmittag enthusiastisch mit der «Aktion 72 Minuten» weiter, bei der die Kinder, wie der Titel es schon verrät, 72 Minuten Zeit haben um so viele Aufgaben wie möglich zu lösen. Je mehr Aufgaben, desto mehr Punkte. Nach diesem Stress freuten sich natürlich alle auf das klassische Lager-Abendessen: Fotzel-schnitte. Im Abendprogramm stand das Atelier an, in dem jedes Kind unter verschiedensten Themen von Häkeln über klassisches Basteln bis hin zu Arbeiten mit Holz wählen konnte. Dabei entstanden auch das eine oder oder andere schöne Kunstwerk. Doch dann werden wir von einer Nachricht aus dem friedlichen Handwerkeln gerissen! Denn heute ist unsere Oberturnerin, Leonie Los gestorben. Immer mehr scheinen die Todesfälle weniger wie ein Zufall und der Gedanke, jemand steckt hinter all dem kommt auf einmal auf. Allerdings freuen sich die Kinder trotzdem auf ihren wohlverdienten Schlaf, der aber nicht allzu lange anhält! Um etwa 1:30 werden alle geweckt, da das Haus brennt! Sie hatten die Aufgabe, Geld zu verdienen, für dieses Geld Wasser und feuerfeste Kleidung zu kaufen und dann in der Dusche das Feuer zu löschen. Sind alle soweit, dass sie ihr Feuer gelöscht haben dürfen sie wieder zurück ins Bett.

 

Am Donnerstagmorgen durften nach diesen Strapazen natürlich alle ein wenig länger schlafen. Kurz darauf sind alle ausser sich, weil der Wirt tot aufgefunden wurde! Verzweiflung und die Angst, bald kein Essen mehr zu haben ist da. Glücklicherweise tauchen 2 Hobbyköche auf, welche die Situation im Griff haben, man könne ja einfach selbst kochen. So machte sich die ganze Jublaschar auf in den Wald, um da über dem Feuer 7 verschiedene Gerichte herzuzaubern. Vollgestopft mache wir unsere Verdauungsspaziergang zurück ins Lagerhaus, wo es direkt mit den «Fightgames» weitergeht, bei denen man mal so richtig alles rauslassen kann. Beim «Kämpfen und Raufen» stand nach ein paar klassischen, ein wenig aufgepeppten Kreisspielen ein riesiges «Capture the Flag» im ganzen Dorf an. Bei diesem Spiel gibt es 2 Teams, die je eine Basis mit einer Fahne haben, die es zu erobern gilt. Das Team, das die Fahne des fremden Teams zu seiner eigenen in die Basis bringt, gewinnt. Am Abend wird vom ganzen Dorf, um gegen die merkwürdigen Ereignisse vorzugehen der Übeltäter der für das Misstrauen sorgt, gesucht. So bauen sie über den Abend hinweg ein Sicherheitssystem mit Kameras rund ums Haus und erlernen Fähigkeiten, um die Übeltäter zu überführen. Nach diesem Geländespiel schauten wir uns die Kameras rund ums Haus an und siehe da: Ein paar komische Gestalten in langen Roben mit Fackeln schlendern ums Lagerhaus. Alle schauen gespannt aus dem Fenster und sehen ihn: den Orden! Doch was es mit dem Orden Auf sich hat erfuhren wir alle erst am nächsten morgen.

 

 

 

So standen alle in allerfrische um 9:00 da, um «den Orden» zu finden. Und da entdeckten wir den eingesperrten Motzi des Dorfes, Joahnn. Er war gefangen und umhüllt von extrem vielen Schlössern, die es zu öffnen galt. Plötzlich fiel eine Nachricht vom Himmel: Unvollständige Koordinaten zu den Schlüsseln der Schlösser. Als nach langer Arbeit Motzi wieder befreit war, rannten plötzlich alle Mitglieder des Ordens über den Platz, da gab es kurzerhand ein Fangnis durch das ganze Dorf. Als alle Bösewichte geschnappt worden sind gestand Johann etwas, das er schon lange auf dem Herzen Trug: Seine Liebe zu Gunhilde Spielmann, der Theaterchefin. Er hielt um seine Hand an und lud das ganze Lagerhaus zu seiner Hochzeit am Abend darauf ein. Den Nachmittag verbrachten wir uns auf das Fest vorzubereiten. Dabei lernten die Kinder Volkstänze, bastelten ein Hochzeitsgeschenk und vieles mehr. Dabei stieg natürlich schon die Vorfreude auf den letzten Abend. Pünktlich um 18:00 gab es an diesem Abend ein exklusives Festmahl, nämlich ein dreigängiges Menü mit leichtem Salat zur Vorspeise, einem feinen Cordon bleu als Hauptgang und einer leckeren Vanille-glace mit Waldbeeren zum Dessert. Schon bald darauf ging es mit der Hochzeit weiter, bei der sich das Brautpaar nicht hat lumpen lassen. Ein grandioses Fest mit anschliessender Afterparty, die natürlich auch nicht fehlen darf. Den ganzen Abend lang tanzen wir und machten diverse Partyspiele, bis dann doch alle einmal ins Bett mussten.

 

Am nächsten Morgen stand auch schon die Abreise an. Während die Leiter das Haus putzten und alles Material bereit machten, assen die Kinder gemütlich ihr Frühstück, packten ihren Lunch und spielten Spiele. Um ca. 11:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof Tschamut-Selva um erschöpft nach Hause zu fahren. Nach einer über 4-stündigen Fahrt werden alle Kinder sehnlich von ihren Eltern willkommen geheissen. Nach einem grossen Danke an alle und einem schönen Abschied gehen dann nach einer wunderbaren, ereignisvollen und aufregenden Woche müde und ausgelaugt nach Hause.

 

Gerne möchten wir uns noch für all unsere Sponsoren bedanken, welch uns mit grosszügigen Gesten diese Woche erleichtert haben. Herzlichen Dank an die Dr. Oetker AG/SA, der Landi Aarau-West AG, der HUG AG, dem Migros-Genossenschafts-Bund, der Axpo Holding AG, der Eptinger AG, der Dropa Drogerie, Appenzeller natürliche Gärten, dem Kobau, Holzbau-Metallbau, dem Erni Obstbau, der Widmer Druck AG, der Rivella AG, der Clientis Bank Aareland AG und der Coop Genossenschaft.

 

 

Ein ganz besonderes Danke natürlich an die Röm.-Kath. Kirchgemeinde Stüsslingen, die Ref. Kirchgemeinde und die Gemeinde Stüsslingen, welche unsere Jubla während des ganzen Jahres tatkräftig unterstützt.